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Aktionstabletts nach Alter

Warum Aktionstabletts? 

Wir werden immer wieder gefragt, warum wir uns auf Aktionstabletts spezialisiert haben und möchten Dir hier eine kurze Erklärung liefern.  

Wenn man Montessori zuhause praktizieren möchte, ist es meistens am einfachsten mit Aktivitäten zu beginnen. Jedes Aktionstablett ist darauf ausgelegt, eine spezielle Fertigkeit zu erlernen. Durch die Aktionstabletts lernen Kinder aus eigener Kraft, Handlungsabläufe und Zusammenhänge zu verstehen und zu verinnerlichen. Das Tablett gibt ihnen dabei einen Rahmen und schafft Ordnung und Übersicht, was ihnen bei der Arbeit Sicherheit und Orientierung liefert. 

Dafür schaust Du dir dein Kind an, welche Bedürfnisse es aktuell hat, was es aktuell versucht zu erlernen und bereitest dann dementsprechende Aktivitäten vor. Die unterschiedlichen Tabletts fördern die Fein- und Grobmotorik, die Sprache, die Wahrnehmung und die kognitiven und lebenspraktischen Fähigkeiten. Eine detaillierte Beschreibung dieser Förderziele kann hier gefunden werden. Eine weitere kleine Hilfestellung die richtigen Bedürfnisse herauszufinden sind auch die sensiblen Phasen, welche wir auf unserer Montessori Seite dargestellt haben.    

Anmerkung: Generell unterscheiden sich die Bedürfnisse von Kleinkindern unter drei Jahren von den Bedürfnissen von Kindern von drei bis sechs Jahren. Daher haben wir unsere Seite zuerst in diese zwei Hauptkategorien von Tabletts unterteilt, welche wir dann nochmals weiter in Förderziele untergliedert haben.  

Charakteristika von Montessori Aktivitäten

Alle Montessori Aktivitäten unterliegen verschiedenen Charaktieristika, welche im Folgenden kurz und knapp zusammengefasst werden. 

Jede Aktivität zielt auf den Erwerb einer Fertigkeit hin.

Zum Beispiel lernt ein Kind beim Ball in eine kleine Öffnung stecken genau diese Fertigkeit. Herkömmliches Spielzeug zielt zumeist auf mehrere Fertigkeiten gleichzeitig ab.

Es werden natürliche Materialien bevorzugt.

Wir versuchen auf unserer Seite auch natürliche Materialien zu bevorzugen. Holzspielzeug ist zwar manchmal teurer, dafür aber auch haltbarer und es besteht meist ein direkter Zusammenhang zwischen Grösse und Gewicht.

Allerdings kann es zum Teil auch vorkommen, dass wir aus Preis und Praktikabilitätsgründen für euch auch mal Spielzeug aus nicht Naturmaterialien verwenden, meist um eine preisgünstige Tablettlösung zu bieten, oder weil es das gewünschte Material, wie zum Beispiel Miniaturgegenstände, nicht immer aus Holz gibt. Beispiel: Schleich Tiere  

Aktivitäten lassen sich immer in einen Anfang, eine Mitte und ein Eine strukturieren.

Das Kind wird eine neue Aktivität zumeist mit nur einem Teil der Abfolge beginnen. Es wird zum Beispiel vielleicht am Anfang nur Wasser in eine Vase schütten, aber keine Blume darin arrangieren, später wird es den Arbeitszyklus komplett ausführen und beenden indem es das Tablett zurück in das Regal gestellt hat. 

Es muss möglich sein, die Aktivität vollständig abzuschliessen.

Jede Montessori Aktivität muss vollständig abgeschlossen werden können. Ein Puzzle bei dem zum Beispiel ein Teil fehlt, sollte dem Kind nicht mehr angeboten werden, denn es ist für das Kind sehr frustrierend, wenn es das Puzzle gerne fertig machen würde, aber nicht kann, da ein Teil fehlt.

Alle Aktivitäten werden in Körbchen oder Tabletts angeordnet.

Jedes Tablett oder Körbchen enthält alles, was das Kind benötigt um eine Aktivität vollständig abzuschliessen. Ein Tablett zum Wasserfarben malen, enthält zum Beispiel auch ein kleines Glas mit Wasser und einen Lappen, falls mal etwas daneben gehen sollte. Das Tablett enthält also alles, damit das Kind selbstständig Wasserfarben malen kann, ohne einen Elternteil um Hilfe zu bitten.

Bitte beachte: Um ein einheitliches Bild auf unserer Seite abzugeben, haben wir alle Körbchen auf Tabletts gestellt, sodass jede in sich geschlossene Aktivität auf unserer Seite auf einem Tablett zu finden ist. Dies gilt auch für einzelne Spielsachen für kleine Kinder, auch diese haben wir jeweils auf ein Tablett gelegt, was aber zuhause nicht nötigt ist.

Aktivitäten werden durch Wiederholung gelernt.

Die Aktivität sollte immer genau so schwierig sein, dass das Kind bei der Ausführug etwas neues lernen kann, sich aber nicht langweilt. 

Das Kind hat immer die Freiheit eine Aktivität auszuwählen.

Das Regal des Kindes ist immer so ausgestattet, dass es die Wahlfreiheit hat, aus einer begrenzen Anzahl von Aktivitäten welche seinem Entwicklungsstand entsprechen, etwas auszusuchen, an was es aktuell arbeiten möchte und wobei es eine neue Fertigkeit erlernen kann.

Wie man dem Kind eine Aktivität zeigt

Immer wenn wir dem Kind eine neue Aktivität bereitstellen, können wir ihm diese mit einer kleinen „Darbietung“ zeigen. Hierbei wird die Aktivität in kleine Schritte zerlegt, angefangen von aus dem Schrank holen und zum Tisch bringen, bis wieder zurück ins Regal stellen. 

Bei dieser Darbietung gibt es die folgenden drei Dinge zu beachten, damit das Kind anschließend auch mit der Aktivität zurechtkommt. 

Ohne Worte

Die Aktivitäten sollten dem Kind ohne zu sprechen vorgeführt werden, da vor allem kleine Kinder verunsichert sind, ob sie zuhören oder zuschauen sollen, wenn man bei der Darbeitung spricht. 

Händisch

Alle Aktivitätsschritte werden ausgeführt, als ob es das Kind mit seinen kleinen Händchen selbst machen würde, d.h. zum Beispiel wird ein kleines Glas mit beiden Händen gehalten.

Langsam

Alle Arbeitsschritte sollten so langsam durchgeführt werden, dass das Kind sehr gut mitkommen kann.