Auge Hand Koordination

Motorik

Auge Hand Koordination und Pinzettengriff fördern.

 

Kleinkinder sind ständig damit beschäftigt ihre Grifftechnik und das Arbeiten mit beiden Händen zu üben. Wir können daher kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten suchen, sie in Bezug auf diese Fähigkeiten zu fordern.

Die Rubrik Motorik ist mit Sicherheit das Thema für welches es die meisten Möglichkeiten gibt, spannende Aktivitätstabletts für Kinder zusammenzustellen. Im Folgen haben wir eine Übersicht über die einzelnen Themenbereiche zusammengestellt. 

In jedem Tab gibt es zudem einen Link zu einer separaten Seite, auf welcher wir eine chronologische Reihenfolge an Aktivitätstabletts der verschiedenen Rubriken dargestellt haben. 

Die Links zu den gemischten Motorik Tablett Vorschlägen, sortiert nach Alter, sind einerseits oben in der Navigationsleiste, als auch unterhalb der Tabelle zu finden. Auch hier gilt, wie auf unserer kompletten Seite, dass es sich bei den Altersangaben nur um Richtwerte handelt, da sich alle Kinder in ihrem eigenen Tempo entwickeln. 

Kinder verfeinern durch Auffädelaktivitäten nicht nur ihre Auge-Hand-Korrdination, sondern trainieren auch ihre Geschicklichkeit und das Arbeiten mit beiden Händen.

Hier mal eine Kurzzusammenfassung, in welcher Reihenfolge die Fädelaktivitäten bereitgestellt werden können:

  • Mit ungefähr 12 Monaten kann ein Kind große Ringe von einem Stab nehmen und wieder auffädeln.
  • Später können jüngere Kleinkinder diese nach der Größe sortieren.
  • Es gibt auch Versionen mit Stäben mit unterschiedlichen Farben. Zuerst wird das Kind alle Ringe auf irgendeinen Stab packen, irgendwann wird es anfangen diese nach der richtigen Farbe zu sortieren. 
  • Danach können wir dem Kind anbieten, einen Ring auf einen horizontalen angeordneten Stab zu schieben, was Überschreiten der Mittellinie genannt wird. 
  • Nachdem das Kind die Ringe beherrscht, gehen wir auf Perlen über. Ein Zwischenschritt hierfür sind Perlen auf einen Holzstab zu schieben.
  • Nun folgen Perlen auf Schnürsenkel mit einem langen Holzstab. 
  • Danach große Perlen auf einen normalen Schnürsenkel
  • und zum Schluss kleine Perlen auf einen dünnen Schnürsenkel.

Eine andere Möglichkeit, die Feinmotorik zu üben ist das Öffnen und Schließen verschiedener Gegenstände und Behälter. Hierfür gibt es keine spezielle Reihenfolge, dennoch haben wir einige Beispiele:

  • Leere Küchengläser, Behälter mit Druckknöpfen, Tupperschüsseln, Geldbörsen mit Reisverschluss, Schuhe mit Klettverschluss. Um vorallem kleinen Kindern mehr Spass daran zu bereiten, ist es meist von Nutzen einen kleinen Gegenstand in den Behälter zu packen, welchen das Kind dann findet. 
  • Eine tolle Aktivität in diesem Bereich sind auch Schlosskästen mit unterschiedlichen Schanieren, welche das Kind öffnen muss um an den Gegenstand im Inneren zu kommen.

Durch verschiedene Einwurf- und Steckaktivitäten lernen Kinder, Gegenstände in Kästen und Kisten zu geben, und beginnen hierdurch zustätzlich die Objektpermanenz zu begreifen. Hierunter verstehen wir, dass wenn etwas weggeht, kann es auch wieder zurückkommen. Im Folgenden einige Beispielaktivitäten:

  • Bis zu einem Kindesalter von 12 Monaten, macht es diesem Spass, Bälle in Kästen zu werfen oder mit einem Hammer durch ein Loch zu schlagen. 
  • Ab etwa 12 Monaten, können Kinder Formen, zuerst Zylinder, durch eine Öffnung drücken. Sobald es dies beherrscht lernt es anschließend komplexere Formen, wie zum Beispiel Würfel und Dreieckspyramiden zu handhaben. 
  • Danach kann das Kind anfangen, große Münzen, Spielmarken oder ähnliches durch einen Schlitz zu drücken. 

Kinder lieben Puzzle. Auch beim Puzzeln gibt es wie beim Auffädeln eine tolle Reihnefolge, wie wir Kindern das Puzzeln erlernen erleichtern können. 

  • Babies und Kleinkinder lieben es zuerst einmal Puzzle zu zerlegen. Hierfür kann man ihnen sobald sie auf dem Bauch spielen können Greifpuzzles geben. Dies sind spezielle Puzzle bei denen jedes Teil mit einem Griff versehen ist. 
  • Danach, ab einem Alter von etwa 11 Monaten, beginnen wir mit einem Puzzle mit nur einem Teil. Danach 2 Teile, dann 3 Teile, je nach Geschwindigkeit des Kindes. 
  • Bis zu einem Alter von 18 Monaten können Kinder dann zu einem Puzzle mit 9 Teilen und kleinen Griffen voranschreiten. 
  • Danach sind dann normale Puzzle mit gleich großen Teilen oder in Form von dreidimensionalen Objekten an der Reihe. Hierbei ist der Schwierigkeitsgrad dann von der Zahl der Teile abhängig. 

Generell machen Kinder Puzzle auf eine andere Art wie Erwachsene. Wir fangen meist mit den Rändern und Ecken an, Kinder hingegen gehen Puzzles räumlich an und sehen, welche Formen zusammenpassen. 

Wenn wir zum ersten Mal ein Puzzle mit einem Kind machen, haben wir entweder die Möglichkeit ihm zu zeigen, wie wir vorgehen, oder ihm immer nur zwei zusammenpassende Teile zu geben. Die Kinder steigern sich dann langsam, bis sie die Aufgabe beherrschen. 

Durch diese beiden Aktivitäten lassen sich die feinmotorischen Fähigkeiten der Kinder gut trainieren. 

  • Geobrett: Das Kind verbessert seine Koordination der Hände durch das Dehnen der Gummibänder. 
  • Schrauben: Das Kind benötigt beide Hände um die Mutter von oder auf die Schraube zu drehen. Hierdurch lernt es mit beiden Händen zusammenzuarbeiten. 
  • Um die Schwierigkeit zu erhöhen, können wir Schrauben und Muttern in unterschiedlichen Größen anbieten, sodass das Kind diese sortieren muss. 

Kleinkinder fangen mit etwa 18 Monaten an, sich für das Sortieren von Gegenständen nach Größe, Form und Farbe zu interessieren. Wir legen alle Gegenstände gemischt in einen Korb und bieten dem Kind dann unterschiedliche Sortieraktivitäten an. 

Einige weinge Bespiele für Sortierobjekte sind: 

  • Knöpfe in verschiedenen Größen und Farben
  • Verschiedene Arten von Nüssen
  • Bunte Holzklötze oder Duplosteine

Die letzte einzuführende Aktivität sind die stereognostischen Beutel. Hierunter versteht man Beutel, in welchen sich Gegenstände befinden, welche es für das Kind zu ertasten gilt. Das Interesse hieran beginnt bei den meisten Kinder mit 2,5 Jahren. 

In die Beutel können wir folgendes packen: 

– Beliebige Gegenstände oder themenbezogene Gegenstände, welche eine markante Form haben. Ein Schlüssel oder ein Löffel ist leichter zu erraten wie ein Spielzeugtier.

– Jeweils zwei gleiche Gegenstände